ESD ELECTROSTATIC DISCHARGE (ESD) Elektrostatische Entladung ist der plötzliche Fluss von Elektrizität zwischen zwei elektrisch geladenen Objekten, der durch Kontakt, einen elektrischen Kurzschluss oder einen dielektrischen Durchschlag verursacht wird. Eine Ansammlung statischer Elektrizität kann durch Reibungsladung oder elektrostatische Induktion entstehen. ESD tritt auf, wenn unterschiedlich geladene Objekte einander angenähert werden oder wenn das Dielektrikum zwischen ihnen zusammenbricht – häufig entsteht dabei ein sichtbarer Funke. ESD kann in der Industrie schwerwiegende Auswirkungen haben, darunter Explosionen von Gas- und Kraftstoffdämpfen oder Kohlenstaub sowie Ausfälle von elektronischen Festkörperbauteilen wie integrierten Schaltkreisen. Diese können bei hohen Spannungen dauerhaft beschädigt werden. Elektronikhersteller richten daher elektrostatisch geschützte Bereiche ein, die frei von statischer Aufladung sind. Zu den Maßnahmen gehören das Vermeiden stark ladender Materialien, das Ableiten statischer Elektrizität (z. B. durch Erdung von Mitarbeitenden), der Einsatz antistatischer Geräte und die Kontrolle der Luftfeuchtigkeit. 14
RkJQdWJsaXNoZXIy MjUyMzQ3